A Brand like a Friend – Moderne Markenkommunikation im Social Web

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Durch das Aufkommen sogenannter Web X.0 Technologien ist es heute praktisch jedem Individuum möglich etwas zu veröffentlichen bzw. zu publizieren. Aus dieser Demokratisierung der Medienproduktion heraus ist eine eigene Ausdrucksform (Authentische, humorvolle Kommunikation) entstanden, die im Rahmen des Kundenbeziehungsmanagements durch Unternehmen immer häufiger imitiert wird. In der Folge können diese Akteure große Reichweiten generieren. Der Umweg über die eigene PR-Abteilung ist nicht länger Voraussetzung, um in der Diskussion der jeweiligen Stakeholder stattzufinden. Die Entwicklung des Web X.0 begünstigte zudem die Individualisierung der Gesellschaft & Mediennutzung. Die journalistischen Filter und Öffentlichkeiten, die im Zeitalter der Massenmedien die tonangebende Instanz waren, werden zudem im Web X.0 immer weiter zurückgedrängt und verlieren an Einfluss. Besonders für Unternehmen ist diese Entwicklung von Vorteil.

Diese Ausarbeitung ist im 2. Semester Kommunikationsmanagement (M.A.) entstanden.
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Die Selbstverstümmelung der deutschen Zeitungsbranche im Social Web

Titelbild: Flickr: callopedreams: https://www.flickr.com/photos/caliope/6423079049
Titelbild: callopedreams: https://www.flickr.com/photos/caliope/6423079049

Diese Szene aus dem Film Scary Movie 4 steht für mich sinnbildlich für den Umgang der deutschen Verlagsbranche mit dem Internet und dem Social Web. Gekämpft wird vor allem an der falschen Front.

Deutscher Qualitätsjournalismus ist in den sozialen Netzwerken kaum anzutreffen. Die Verlage teilen die unterschiedlichen Medienformen (Print, Online, Social Media) aufgrund fehlender Geschäftsmodelle in verschiedene Qualitätsstufen auf. Die gedruckte Zeitung steht mit den digitalen Ausgaben, weil gewinnbringend an oberster Stelle. Eine Etage tiefer ist die eigene Internetpräsenz (auch gewinnbringend) angeordnet und wiederrum eine Etage tiefer die Präsenzen in den sozialen Netzwerken. Die Folge: Zeitungen mit gutem Ruf in der Offline-Welt, entwickeln ein völlig anderes Image in der Online-Welt. Darunter leiden die Verlage und deren Marken (Süddeutsche, Die ZEIT, FAZ, Handelsblatt) vor allem selbst. Mit dieser Strategie haben es die Verlage zunehmend schwerer der Generation Y zu erklären wozu sie eigentlich gebraucht werden. Die Verlage sollten das Social Web nicht kampflos Medienkonzernen wie Buzzfeed überlassen. Die Generation Y schreckt weit weniger davor zurück die Verlage über die Klippe springen zu lassen als das die Verlage wahrhaben wollen.

 

Internetmeinungen
Kommentare unter einem Beitrag über Bastian Schweinsteigers Privatleben auf der Facebookseite der Süddeutschen Zeitung. (22.09.2014)

Die Verlagsbranche reagiert auf die aktuellen Entwicklungen im Internet und im Social Web wie ein bockiges Kleinkind. Besonders dreist zeigte sich diese Haltung im Gesetzentwurf: Leistungsschutzrecht für Presseverleger und in der darauffolgenden Diskussion um die Einhaltung dieses Gesetzes. Dazu zwei Artikel von Stefan Niggemeier:

Leistungsschutzrecht wirkt: Mehrere Suchmaschinen zeigen Verlagsseiten nicht mehr an

Verlage empört: Jetzt will Google nicht mal mehr ihr Recht verletzen!

Zugegeben, die Verlage deren Zeitungen und Redakteure haben es schwer. Noch nie war es für Journalisten so schwer die eigene Meinung zu vertreten. Noch nie standen Zeitungen und Verlage so in der Schusslinie der Leser. Das Internet, Social Media und die damit einhergehende Demokratisierung der Medienproduktion macht den Verlagen noch zusätzlich zu schaffen. Ein weiteres Problem der Branche ist das Verständnis von Social Media. Noch immer gibt es Defizite im Bereich Social Media bei Journalisten. Ich bin allerdings der Meinung, das Qualitätsjournalismus auch im Internet eine Zukunft hat. Fokussieren sollten sich die Zeitungen und Verlage vor allem auf ihre Stärken. Viel zu viele Zeitungen sind heute nicht mehr voneinander zu unterscheiden. Die Zeitungen versuchen alle Themenbereiche abzudecken anstatt sich zu spezialisieren. Exklusive Inhalte gibt es immer seltener. Eilmeldungen sind zwar wichtig, aber nicht essenziell für die Markenentwicklung einer Zeitung. Die Verlagsbranche muss zudem ein tragfähiges Geschäftsmodell entwickeln, dass zeitgemäß und transparent ist. Die Digitalisierung der Zeitungsbranche ist bei weitem noch nicht abgeschlossen. Und auch im Internet und Social Web sollte endlich qualitativ hochwertiger Content im Vordergrund stehen. Ansonsten verliert die deutsche Zeitungsbranche ihre Legitimation.

Zum Schluss noch ein paar Beispiele, um zu verdeutlichen was ich meine. 😉

Handelsblatt (Facebook)

Handelsblatt
Die Verwässerung einer Traditionsmarke. Im Social Web keine Seltenheit.
Handelsblatt2
Die gute Wirtschaftsberichterstattung des Handelsblattes findet man auf Facebook nicht.

 

Süddeutsche Zeitung (Facebook)

Süddeutsche
Die Kritik der Leser wird nicht ernst genommen. Es wird sich darüber sogar noch lustig gemacht.
Die Antwort eines Lesers folgt zugleich.
Die Antwort eines Lesers folgt zugleich.

Grundkurs Fotografie: Foto- Optimierung für das Social Web

Grundkurs Fotografie

Ach ja, die Fotografie. Geheimnisvoll, magisch, emotional, begeisternd, aufrüttelnd, manipulierend, wunderschön, hässlich, modisch, langweilig. Nicht umsonst sagt ein Bild mehr als tausend Worte.

Viele kleine und mittelständische Unternehmen nutzen dieses einzigartige Ausdrucksmittel gar nicht oder so schlecht, dass es sogar zu negativen Effekten kommen kann. Ich habe schon unzählige Webseiten besucht, auf denen langweilige, unpersönliche, veraltete und schlecht gemachte Stockfotografien zu sehen waren. Sollten Sie Ihre Webseite mit solchen Fotos gefüttert haben und jetzt vielleicht gerade dabei sein eine Social Media Strategie zu erarbeiten, kann ich Ihnen nur raten diese Fotos nicht mehr zu verwenden. Mit schlechten Fotografien werden Sie keinen Erfolg haben. Gute Fotos zu produzieren ist jedoch gar nicht so schwer wie Sie vielleicht denken. Sie sollten die nötige Zeit aber unbedingt investieren denn: 75% des Contents der durch Facebookseiten veröffentlicht wird sind Fotos. Sogar 87% des geteilten Contents sind Fotografien. Selbst auf dem Kurznachrichtendienst Twitter bekommen Sie durch ein gutes Foto 35% mehr Retweets. Ihre Produkte und Ihr Unternehmen sind einzigartig. Schlecht gemachte Fotos und Stockfotos sind austauschbar. Woher wollen Sie wissen, ob diese nicht sogar von Ihrer Konkurrenz ebenfalls genutzt werden? Stockfotos sind immer die schlechtere Wahl. Wie Sie atemberaubende und einzigartige Fotos erstellen können, zeige ich Ihnen anhand eigener Fotografien.

Die Perspektive ist entscheidend

(So nicht!)
Ein romantischer Sonnenuntergang am Meer. Ein typisches Urlaubsfoto.

Sonnenuntergang

(Besser so!)
Erst durch eine ungewöhnliche Perspektive, wird ein Bild für den Betrachter interessant.

Sonnenuntergang, Wellen

Das Spiel mit Vorder- und Hintergrund

(So nicht!)
Diese Penne Pesto Rosso mögen lecker sein, die optische Darstellung überzeugt allerdings nicht. Das Gericht ist weder nett angerichtet noch gut fotografiert worden.

Penne mit Pesto Rosso

(Besser so!)
Dieses Bild spielt mit dem Vorder- und Hintergrund und macht Appetit auf mehr.

Käseplatte

Den Fokus nicht vergessen!

Mit dem Fokus können Sie den Blick des Betrachters auf das lenken, was Ihnen wichtig ist.

Vordergrund

Hintergrund

Hartes und weiches Licht

Jeder Tag hat eine individuelle Lichtstimmung. An sonnigen Tagen gibt es harte Schatten.

Harte Schatten

An wolkigen Tagen wird das Licht in alle Richtungen gestreut, es gibt keine harten Schatten.

Weiches Licht

Künstliches vs. natürliches Licht

(So nicht!)
Künstliche Lichtquellen ergeben für mich kein stimmiges Gesamtbild.

Blitz, künstliche Lichtquelle

(Besser so!)
Deshalb fotografiere ich meistens um die Mittagszeit. Auch in Innenräumen ergeben sich dann interessante Lichtstimmungen. Blitzlicht benutze ich ebenfalls nicht.

Natürliches Licht

Ja, Katzenbilder funktionieren natürlich auch… 😉

Katzenbild

Ich hoffe Ihnen hat dieser kleine Fotokurs gefallen. Jetzt liegt es an Ihnen, das gelernte umzusetzen. Sagen Sie den Stockfotografien Adieu! Social Media ist emotional, mit langweiligen Fotografien können Sie niemanden begeistern. Erstellen Sie Fotografien, die teilenswert sind. Auch langweilige Produkte können interessant inszeniert werden, Sie müssen sich nur die Zeit nehmen. 😉