Warum deutsche Unternehmen eigene Fernsehserien produzieren sollten

Photo: (flickr,  Garry Knight, edited by me) http://bit.ly/1B6w2wy
Photo: (flickr, Garry Knight, edited by me) http://bit.ly/1B6w2wy
Die deutsche Fernsehlandschaft ist in einem schlechten Zustand. Die Zuschauer werden im Durchschnitt immer älter, Angebote für die Zielgruppe der Generation Y gibt es nur eine Handvoll und auch die Werbeblöcke finden immer weniger Beachtung. Die Fernsehsender schaffen es schon lange nicht mehr vor allem junge Zuschauer mit interessanten, fordernden Inhalten zu binden. Warum Unternehmen die letzte Hoffnung auf Besserung sein könnten, erkläre ich in diesem Beitrag.

Weiterlesen!

[Praxistipp] Ich starte einen Kochkanal auf YouTube -Teil 1-

Youtube-Kanal
 
In den letzten Jahren hat sich YouTube grundlegend verändert. Immer mehr des auf YouTube verfügbaren Contents wird professionell erstellt. Immer mehr YouTuber können von ihrem Engagement leben. YouTube entwickelt sich so zum größten Konkurrenten des klassichen Fernsehens. Wie schon in meinem letzten Beitrag beschrieben, wird 2018 der Bereich Mobile Video 69,1% des gesamten mobilen Datenverkehrs ausmachen. Unternehmen sollten sich deshalb schon heute eine Strategie überlegen, denn die Konkurrenz wird immer größer. Um YouTube einmal von der praktischen Seite kennen zu lernen, habe ich vor ca. 3 Wochen einen eigenen YouTube-Kanal gestartet. Der Aufbau und die Entwicklung dieses YouTube-Kanals möchte ich in diesem und in den nächsten Beiträgen beschreiben.

1. Ideenfindung

Einen YouTube-Kanal zu erstellen ist nicht schwer. Ein tragfähiges Konzept zu entwickeln dagegen schon. Zu aller erst habe ich mir deshalb überlegt, welches Thema ich behandeln möchte. Da ich selbst nicht gerne vor der Kamera stehe musste ich ein Konzept entwickeln, das auch ohne Erklärungen funktioniert. Meine Freundin und ich kochen leidenschaftlich gern, weshalb ich mich ziemlich schnell für ein Kochmagazin entschieden habe. Eine kurze Recherche zeigte mir, dass es schon viele professionelle und semi-professionelle Kochkänale auf YouTube gibt. Das macht aber nichts, denn es besteht schließlich immer die Möglichkeit etwas anders zu machen. Wichtig bei der Auswahl eines Themas ist vor allem, ob man mit Herzblut bei der Sache ist. Eine Frage, die man sich immer stellen sollte lautet: „Würde ich die Videos auch dann anschauen, wenn ich an der Produktion nicht beteiligt wäre?“ lautet die Antwort nein, sollte man nachbessern.

2. Naming und Corporate Design

Das Naming ist einer der schwierigsten und wichtigsten Punkte in der Markenentwicklung. Komischerweise hatte ich von Anfang an „Tastemania“ bzw. „Tastymania“ im Kopf. „Taste, Tasty“ (Englisch) bedeutet Geschmack, lecker sowie schmackhaft und „Mania“ steht für Manie und Wahnsinn. Ein leckerer Wahnsinn also. Beim Logo- und Claimdesign habe ich mich vom Vintage-Stil beeinflussen lassen. Die Fotografien orientieren sich am Instagram-Stil.

DCIM100MEDIA

3. Audiovisuelles Konzept

Die meisten Kochvideos auf YouTube sind länger als 5 min und beinhalten viele Erklärungen. Ein Kochvideo sollte meiner Meinung nach kurz und knackig sein. Lange Vorspänne und viel „gequatsche“ nerven mich. Die Grundstimmung meiner Videos soll freundlich, hell und fröhlich sein. Gefilmt wird deshalb immer nur mittags und nie abends. Künstliche Lichtquellen ergeben für mich kein stimmiges Gesamtbild. Als Stilmittel setze ich viele Nahaufnahmen ein. Ein gutes Tool um lizenzfreie Musik zu beziehen ist die YouTube Audio Library.

Screenshot_Mexikanischer_Schichtsalat
Screenshot: Mexikanischer Schichtsalat

4. Das Equipment

Kamera: Canon EOS 600D. Videobearbeitung: Adobe After Effects CS6.

5. Das Ergebnis

Zusammen konnten alle Videos bisher 267 Aufrufe (Stand: 12.12.2014) generieren. Mit der Entwicklung bin ich insgesamt sehr zufrieden. Jeder YouTuber hat einmal klein angefangen. Geduld und Kontinuität sind die Eckpfeiler des Erfolges. Über zusätzliche Abonnenten würde ich mich natürlich sehr freuen. 😉 Hier geht’s zum Tastymania YouTube Kanal. P.S. im nächsten Beitrag zeige ich, wie ich für den Kanal werbe.

Bunte Gemüsequiche mit Curry


 

Winterlicher Apfelkuchen


 

Fingerfood: Pestobrötchen mit Tomate und Mozzarella


 

Mexikanischer Schichtsalat


 

Bratapfel-Brombeer Konfitüre

Die Video Marketing Trends für 2015

Big Picture2
 
Video Marketing wird immer wichtiger. Die beiden Plattformen Facebook und YouTube kämpfen um die Vorherrschaft der Zuschauer und der Werbetreibenden aber auch neuere soziale Netzwerke wie Vine, Instagram und Snapchat wollen ein Stück vom großen Kuchen. Wenn es um die monatlichen Views im Desktop-Bereich geht, hat Facebook Youtube gerade überholt. Das bedeutet natürlich nicht, dass YouTube an Relevanz verliert.

Quelle: http://www.digitalstrategyconsulting.com/netimperative/news/2014/10/facebook_overtakes_youtube_for_pc_video_views_but_still_lags_on_mobile.php
Quelle: http://bit.ly/1w3tAHJ

2018 wird laut Cisco der Bereich Mobile Video 69,1% des gesamten mobilen Datenverkehrs ausmachen. Unternehmen sollten sich deshalb schon heute eine Strategie überlegen.

Cisco Datenverkehr

Ausschlaggebend für den Erfolg auf beiden Plattformen ist guter und zielgruppengerechter Content. Nervtötende „Overlay-In-Video-Anzeigen“ sowie „TrueView In-Stream-Anzeigen“ z.B. auf YouTube sind damit nicht gemeint. Nur 15 – 20% der „skippable – Ads“ werden bis zum Ende angeschaut. Kein Wunder TV-Werbung lässt sich eben nicht einfach auf ein neues Medium übertragen. TV Werbung zu adaptieren ist reine Zeit- und Geldverschwendung. Viel effektiver ist das produzieren eigener Inhalte, die den Zuschauern einen Mehrwert bieten und zum Wesen der jeweiligen Plattform passen. Wenn etwas auf YouTube funktioniert, bedeutet dies nicht, dass es auch automatisch auf Vine funktioniert.

Eines der wenigen deutschen Unternehmen, das YouTube verstanden hat ist: Rossmann. Mit Make-Up und Beauty-Tipps richtet sich der YouTube-Kanal vor allem an weibliche Zuschauer. Rossmann versteht es, die eigenen Produkte innerhalb der Videos geschickt zu platzieren. Bis heute konnte Rossmann so fast 10.000 Abonnenten für sich gewinnen. Aber nicht nur Unternehmen verstärken so die Strahlkraft ihrer Marke auch bekannte YouTuber professionalisieren sich und werden so zu einer profitablen Marke. Laut Percolate testet YouTube zudem „Video Interactivity Templates“ damit Zuschauer Produkte nun direkt über YouTube kaufen können. YouTube entwickelt sich damit immer mehr zu einer Social Commerce Plattform.

Besonders lesenswert ist in diesem Zusammenhang die aktuelle Ausgabe der Business Punk: YouTube im Goldrausch: Die Videoplattform erfindet sich neu – als effizienteste Werbemaschine der Welt sowie die aktuelle deutsche Ausgabe des Wired-Magazins: Titelgeschichte: Inside YouTube. Wie Deutschlands Videoblogger die Entertainment-Branche aufmischen.
 

[Infografik] 10 Video Marketing Trends for 2015

Video Marketing Trends

Wie ich zu 15 Minuten Twitter-Ruhm gekommen bin, und was ich daraus gelernt habe

Ruhm
Foto: www.unsplash.com

Einen Tweet zu veröffentlichen, der von vielen geteilt und favorisiert wird, ist der Traum eines jeden Twitterers. Genau das habe ich Anfang des Jahres versucht, als ich mich an der Twitter-Diskussion rund um die ProSieben-Fernsehshow Circus HalliGalli beteiligte. Jeden Montag ist der Hashtag #halligalli in den deutschen Twitter-Trends, jeden Montag beteiligen sich tausende Fernsehzuschauer mal mehr, mal weniger humoristisch an der Diskussion. Social-Television ist also auch in Deutschland kein Randgruppenphänomen mehr. Mein Ziel: Nichts weiter, als den erfolgreichsten Tweet des Abends schreiben. Alles was ich zum Erfolg brauchte? Kreativität, die richtige Idee zum richtigen Zeitpunkt, Geduld und ein bisschen Glück. Über mehrere Wochen analysierte ich die Twitter-Diskussion und untersuchte, warum bestimmte Tweets Erfolg haben und bestimmte nicht. Erst nachdem ich den Kontext der Diskussion verstanden und verinnerlicht hatte begann ich mit dem verfassen von eigenen Tweets. Nach und nach bekommt man so ein Gefühl für Timing und weiß, wann ein Tweet funktioniert und wann nicht. Als Joko Winterscheidt dann schließlich einen Tweet von mir geretweetet hat wusste ich, dass ich Erfolg hatte.

Retweet Joko
Joko retweetet meinen Tweet
Circus HalliGalli Tweet
Mein bisher erfolgreichster Tweet. Foto: Odd Andersen/AFP/Getty Images

 

Mein Tweet wurde insgesamt 39x geretweetet und 194x favorisiert.

Circus HalliGalli Tweet2
Foto: Odd Andersen/AFP/Getty Images

Insgesamt wurde mein Beitrag auf Twitter 81.584x gesehen, 1.866x wurde der Tweet angeklickt, um mehr Informationen zu erhalten, 82x wurde mein Profil aufgerufen. Keine schlechte Bilanz für einen einfachen Tweet.

Was ich daraus gelernt habe?

Twitter ist kein Hexenwerk. Auch wenn es schwierig ist in der Masse der Tweets aufzufallen, kann man es mit ein wenig Anstrengung doch schaffen. Es ist lediglich notwendig sich mit den Eigenarten des sozialen Netzwerkes zu beschäftigen. Besonders für Unternehmen, die selbstkritisch, ironisch und offen kommunizieren möchten ist Twitter ein gutes Marketingtool.

Wenn man Andy Warhols berühmtem Satz: „In Zukunft wird jeder 15 Minuten berühmt sein.“ glauben schenkt, dann habe ich meine 15 Minuten „Fame“ wohl schon verbraucht. Schade. 😉